Obedience

 

die sog. hohe Schule der Unterordnung, ist eine Hundesportart,  bei der ein kontrolliertes

Verhalten in versch. Situationen und Distanzen, Fußarbeit, Sitz und Platz in Perfektion vom Hund ausgeführt werden soll.

Obedience ist wie andere Hundesportarten aus England zu uns gekommen

Zum Obedience gehört neben der präzisen Beherrschung der Basishörzeichen auch das Apportieren von unterschiedlichen Materialien (Holz, Metall, Kunststoff) und vor allem die Kontrolle auf Distanz.

Der Hundeführer lenkt seinen Hund nur durch Hör- und/ oder Sichtzeichen. Auf Entfernung muss der Hund zwischen der Sitz-, Steh-, und Platz-Position wechseln, wird auf Entfernung zu unterschiedlichen Markierungspunkten geschickt und muss zwischen rechts und links unterscheiden können. Beim Richtungsapport wird der Hund gezielt zu einem der drei ausgelegten Bringhölzer geschickt (Mitte, rechte Seite, linke Seite) und darf nur das angezeigte Objekt apportieren. Ein weiteres Element beim Obedience ist die Geruchsidentifikation. Aus mehreren identischen Objekten muss der Hund das herausfinden, welches der Hundeführer vorher berührt hat.

Es gibt im Obedience 4 Klassen, die Beginnerklasse und die Klasse 1 bis 3 mit jeweils steigenden Anforderungen

 

Ein grosser Unterschied zu anderen Hundesportarten besteht darin, das dem Hundeführer in der Prüfung ein Ringsteward zu Seite steht.

Der Ringsteward  legt in Abstimmung mit dem Richter den Ablauf der Prüfung fest (z.B. die Laufschemas), sagt die jeweilige Aufgabe an und klärt Fragen des Hundeführers.

 

Die Bewertung der Übungen erfolgt durch den Leistungsrichter  in der Regel unmittelbar nach jeder Aufgabe, wobei die Noten zwischen 5 bis 10 in Stufen von 0,5 liegen.

Kleiner als 5 gibt 0 d.h. Aufgabe nicht erfüllt. Je nach Schwierigkeit der  Aufgabe  hat jede Übung einen Faktor der zwischen 1 und 4 liegt.

 

Um eine Klasse aufzusteigen muß man die Prüfung mit der Note vorzüglich ablegen.

 

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Ablage in der Gruppe

 

 

In vielen Übungen ähnelt Obedience dem Gehorsamsteil der Rettungshunde- und Schutzhundprüfungen. Zum Beispiel ähneln sich das Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine, das Sitz, das Platz sowie das Steh aus der Bewegung, die Bleib-Übungen mit und ohne Sichtkontakt, das Abrufen, das Vorausschicken, das Apportieren und die Geruchsidentifikation aus mehreren Hölzern.

Die Distanzkontrolle ist ebenfalls ein Bestandteil der Prüfung, bei der der Hund in einem großen Abstand zu seinem Besitzer eine Reihe von Positionswechseln (Sitz, Platz, Steh) ausführen soll, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen.

Bei Obedience muss das Mensch-Hund-Team die Übungen nicht einfach nur ausführen können, sondern es muss auch noch gut aussehen. Diese Harmonie erreicht man nur, wenn der Hund seinem Menschen vertraut und Spaß an der gemeinsamen Arbeit hat. In den Klassen Beginner, 1 und 2 wird der „Umgang Mensch-Hund“ als eigene Übung gewertet, bei der es auf die freudige Arbeit des Hunds sowie die gute Verständigung zwischen Hund und Hundeführer ankommt. In Klasse 3 gibt es keine derartige Übung; stattdessen geht die Form der Ausführung einzelner Übungen direkt in deren Wertung ein.

 

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Stehen und Betasten

 

Obedience ist vom Grundsatz her für jeden Hund geeignet, unabhängig von Alter und Größe, da die Richter bei der Bewertung auf die Besonderheiten des Hundes und der Rasse Rücksicht nehmen. Zu den meist bekannten Gehorsamsübungen aus der Begleithundeprüfung, wie zum Beispiel Fuß laufen, Sitz aus der Bewegung und Platz mit Abrufen, kommen beim Obedience noch einige weitere Übungen, wie beispielsweise

 

  • Apportieren (auch von Metallgegenständen)
  • Eigenidentifikation (Geruchsunterscheidung an Gegenständen)
  • Positionswechsel auf Distanz (Wechsel zwischen Sitz, Platz, Steh)
  • Vorausschicken in eine Box (Quadrat aus 4 Pylonen)
  • Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden
  • Ablage (alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt)
  • hinzu.

 

 

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Gebiss zeigen

 

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In ein Quadrat schicken (Box)

 

Als Grundlage für die Ausbildung gilt das Prüfungsordnung Obedience des VDH, wobei die Klasse 3 als int. Klasse gilt, d.h. Hier gilt das Regelwerk des FCI

 

Zwingend erforderlich für die Teilnahme an Obedience Prüfungen und Wettkämpfen ist eine bestandene Begleithundeprüfung BH/VT!

 

 

 

Bis auf weiteres findet kein Obedience Training statt.

Weitere Informationen bei: Andreas Steiner 0 61 31 – 508 628